Die übernatürliche Initiative

Auf der Suche nach dem Weg zum Himmlischen.
Die Welt hat vor Äonen einen Funken gefangen, dieser entfachte die Flammen, die uns in diesem Moment verschlingen.
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Ich flehe euch an: verinnerlicht die Zeitlosen Benediktsregeln!
Die Werkzeuge der geistlichen Kunst
- Vor allem: Gott, den Herrn, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft.
- Ebenso: Den Nächsten lieben wie sich selbst.
- Dann: nicht töten.
- Nicht die Ehe brechen.
- Nicht stehlen.
- Nicht begehren.
- Nicht falsch aussagen.
- Alle Menschen ehren.
- Und keinem anderen antun, was man selbst nicht erleiden möchte.
- Sich selbst verleugnen, um Christus zu folgen.
- Den Leib in Zucht nehmen.
- Sich Genüssen nicht hingeben.
- Das Fasten lieben.
- Arme bewirten.
- Nackte bekleiden.
- Kranke besuchen.
- Tote begraben.
- Bedrängten zu Hilfe kommen.
- Trauernde trösten.
- Sich dem Treiben der Welt entziehen.
- Der Liebe zu Christus nichts vorziehen.
- Den Zorn nicht zur Tat werden lassen.
- Der Rachsucht nicht einen Augenblick nachgeben.
- Keine Arglist im Herzen tragen.
- Nicht unaufrichtig Frieden schließen.
- Von der Liebe nicht lassen.
- Nicht schwören, um nicht falsch zu schwören.
- Die Wahrheit Herz und Mund bekennen.
- Nicht Böses mit Bösem vergelten.
- Nicht Unrecht tun, vielmehr erlittenes geduldig ertragen.
- Die Feinde lieben.
- Die uns verfluchen, nicht auch verfluchen, sondern mehr noch sie segnen.
- Verfolgung leiden um der Gerechtigkeit willen.
- Nicht stolz sein,
- nicht trunksüchtig,
- nicht gefräßig,
- nicht schlafsüchtig,
- nicht faul sein.
- Nicht murren.
- Nicht verleumden.
- Seine Hoffnung Gott anvertrauen.
- Sieht man Gutes bei sich, es Gott zuschreiben, nicht sich selbst.
- Das Böse aber immer als eigenes Werk erkennen, sich selbst zuschreiben.
- Den Tag des Gerichtes fürchten.
- Vor der Hölle erschrecken.
- Das ewige Leben mit allem geistlichen Verlangen ersehnen.
- Den unberechenbaren Tod täglich vor Augen haben.
- Das eigene Tun und Lassen jederzeit überwachen.
- Fest überzeugt sein, dass Gott überall auf uns schaut.
- Böse Gedanken, die sich in unser Herz einschleichen, sofort an Christus zerschmettern und dem geistlichen Vater eröffnen.
- Seinen Mund vor bösem und verkehrtem Reden hüten.
- Das viele Reden nicht lieben.
- Leer oder zum Gelächter reizende Worte meiden.
- Häufiges oder ungezügeltes Gelächter nicht lieben.
- Heilige Lesungen gern hören.
- Sich oft zum Beten niederwerfen.
- Seine früheren Sünden unter Tränen und Seufzen täglich im Gebet Gott bekennen;
- und sich von allem Bösen künftig bessern.
- Die Begierden des Fleisches nicht befriedigen.
- Den Eigenwillen hassen.
- Den Anweisungen des Abtes in allem gehorchen, auch wenn er selbst, was ferne sei, anders handelt; man denke an die Weisung des Herrn: “Was sie sagen, das tut; was sie aber tun, das tut nicht.”
- Nicht heilig genannt werden wollen, bevor man es ist, sondern es erst sein, um mit Recht so genannt zu werden.
- Gottes Weisungen täglich durch die Tat erfüllen.
- Die Keuschheit lieben.
- Niemand hassen.
- Nicht eifersüchtig sein.
- Nicht aus Neid handeln.
- Streit nicht lieben.
- Überheblichkeit fliehen.
- Die Älteren ehren,
- die Jüngeren lieben.
- In der Liebe Christi für die Feinde beten.
- Nach einem Streit noch vor Sonnenuntergang zum Frieden zurückkehren.
- Und an Gottes Barmherzigkeit niemals verzweifeln.
- Das sind also die Werkzeuge der geistlichen Kunst.
- Wenn wir sie Tag und Nacht unaufhörlich gebrauchen und sie am Tag des Gerichts zurückgeben, werden wir vom Herrn jenen Lohn empfangen, den er selbst versprochen hat:
- “Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, hat Gott denen bereitet, die ihn lieben.”
- Die Werkstatt aber, in der wir das alles sorgfältig verwirklichen sollen, ist der Bereich des Klosters und die Beständigkeit in der Gemeinschaft.